Training zu Hause

Plank: richtige Ausführung, wie lange halten und Varianten

Veröffentlicht am 20. Oktober 2026

Bei der Plank stützen Sie sich auf Unterarme und Zehen, die Ellbogen stehen unter den Schultern, und der Körper bildet eine gerade Linie von Kopf bis Ferse – Gesäß und Bauch fest angespannt. Für die meisten reichen Sätze von 20 bis 60 Sekunden. Länger als 2 Minuten zu halten bringt wenig zusätzlichen Nutzen; schwerere Varianten sind dann sinnvoller.

Die Plank (Unterarmstütz) trainiert die Fähigkeit des Rumpfes, Bewegung zu verhindern – genau das, was er im Alltag und beim Sport meistens tun muss.

Welche Muskeln arbeiten bei der Plank?

  • Gerader Bauchmuskel und querer Bauchmuskel
  • Schräge Bauchmuskeln
  • Gesäßmuskeln
  • Schulterstabilisatoren (Serratus, Rotatorenmanschette)
  • Quadrizeps (Knie gestreckt halten)

Technik Schritt für Schritt

  1. Unterarme parallel, Ellbogen unter den Schultern.
  2. Füße hüftbreit, Zehen aufgestellt.
  3. Becken leicht nach hinten kippen („Steißbein Richtung Fersen“), Gesäß anspannen.
  4. Bauchnabel leicht zur Wirbelsäule, ruhig weiteratmen.
  5. Unterarme aktiv in den Boden drücken, Schultern weg von den Ohren.
  6. Blick zum Boden, Nacken neutral.

Häufige Fehler

FehlerKorrektur
Hohlkreuz, Hüfte hängtGesäß anspannen, Becken kippen, kürzer halten
Po zu hochLinie Kopf–Ferse prüfen (Spiegel, Handyvideo)
Luft anhaltenruhig durch die Nase atmen
Schultern sinken einUnterarme aktiv in den Boden drücken

Wie lange sollte man eine Plank halten?

Rekorde von mehreren Stunden sind beeindruckend, aber kein Trainingsziel. Sinnvoller:

NiveauHaltezeitSätze
Einsteiger15–30 s3
Fortgeschritten30–60 s3
Sicher über 60 sschwerere Variante wählen3

Die kanadische Gesellschaft für Sportphysiologie empfiehlt in ihrer Stellungnahme zum Rumpftraining für gesunde Sportler vor allem Übungen am Boden und freie Grundübungen; Instabilitätsgeräte haben eher in der Rehabilitation ihren Platz (Behm et al., 2010). Die Plank ist dafür ideal – aber als Teil eines Plans, nicht als Allheilmittel.

Varianten – von leicht bis schwer

  1. Plank auf den Knien – Einstieg.
  2. Hohe Plank (Liegestützposition).
  3. Seitliche Plank – schräge Bauchmuskeln, Hüfte.
  4. Plank mit Beinheben – abwechselnd ein Bein 2 s anheben.
  5. Plank mit Schulterantippen – Hand zur gegenüberliegenden Schulter, Hüfte ruhig.
  6. RKC-Plank – maximal anspannen, Ellbogen Richtung Zehen ziehen, 10–20 s reichen.
  7. Body Saw – vor und zurück schieben (auf Handtuch).
  8. Plank mit Gewicht auf dem Rücken.

Macht die Plank einen flachen Bauch?

Nicht allein. Bauchübungen stärken die Muskeln, verbrennen aber nicht gezielt Fett am Bauch. In einer Studie veränderten sechs Wochen Bauchtraining das Bauchfett nicht (Vispute et al., 2011). Für einen flacheren Bauch zählen Ernährung, Gesamtbewegung und Ausdauer – siehe Bauchfett verlieren.

Plank jeden Tag?

Kann man machen; der Rumpf erholt sich schnell. Besser als jeden Tag dasselbe: 3–4 Einheiten pro Woche mit wechselnden Varianten.

4-Wochen-Rumpfplan

WocheÜbungDosierungEinheiten
1Plank + seitliche Plank3 × 20 s je3
2Plank + seitliche Plank + Dead Bug3 × 30 s / 3 × 8 je Seite3
3Plank mit Schulterantippen + seitlich + Dead Bug3 × 30 s / 3 × 103–4
4RKC-Plank + seitlich mit Beinheben + Body Saw3 × 15 s / 3 × 20 s / 3 × 83–4

Mehr Bauchübungen finden Sie im Artikel Bauchmuskeln trainieren. Für einen kompletten Plan inklusive Rumpf, Beinen und Oberkörper: Trainingsplan für zu Hause oder unser 12-Wochen-Programm.

Häufige Fragen

Plank bei Rückenschmerzen?

Für viele angenehm, weil die Wirbelsäule neutral bleibt. Bei akuten oder ausstrahlenden Schmerzen vorher ärztlich abklären.

Plank in der Schwangerschaft?

Nur nach Rücksprache mit Hebamme oder Ärztin; ab einem gewissen Zeitpunkt sind andere Übungen besser.

Welche Plank ist die beste?

Die schwerste Variante, die Sie mit sauberer Linie 20–45 Sekunden halten können.

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