Ausdauer und Laufen

Intervalltraining Laufen: Einheiten für 5 km bis Halbmarathon

Veröffentlicht am 20. Oktober 2026

Intervalltraining beim Laufen heißt: kurze oder mittlere schnelle Abschnitte im Wechsel mit Trabpausen. Es verbessert Tempo und VO2max und gehört in kleinen Mengen – meist eine Einheit pro Woche – in jeden Laufplan. Eine Metaanalyse fand, dass hochintensives Intervalltraining die maximale Sauerstoffaufnahme ähnlich oder etwas stärker verbessert als Dauertraining (Milanović et al., 2015).

Die Intervalltypen

TypBeispielTempoZiel
Kurze Intervalle10–12 × 200 m, Trabpause gleich langschnell, ca. 3-km-TempoSchnelligkeit, Laufökonomie
Mittlere Intervalle5–6 × 1 000 m, 2–3 min Trabca. 5-km-TempoVO2max
Lange Intervalle3 × 2 000 m, 3 min Trabca. 10-km-TempoTempohärte
Tempodauerlauf20–30 min am Stück„angenehm hart“Schwelle
Fahrtspiel10 × 1 min schnell / 1 min lockernach GefühlEinstieg, Abwechslung

Einheiten für Einsteiger

Woche 1–2: 10 min einlaufen, 6 × 1 min zügig / 2 min gehen oder traben, 10 min auslaufen.

Woche 3–4: 8 × 1 min zügig / 1 min 30 s Trab.

Woche 5–6: 5 × 3 min zügig / 2 min Trab.

Zügig heißt: Sie können nur noch einzelne Wörter sprechen, fühlen sich aber nicht am Limit.

Einheiten für Fortgeschrittene

ZielEinheit
5 km6 × 800 m im 5-km-Tempo, 400 m Trab
10 km5 × 1 000 m im 10-km-Tempo minus 5–10 s, 2 min Trab
Halbmarathon3 × 3 km im Halbmarathontempo, 3 min Trab
Marathon2 × 6 km im Marathontempo, 5 min Trab

Wie Sie Ihr Tempo berechnen: Pace berechnen.

So bauen Sie Intervalle in die Woche ein

Tage pro WocheIntervalleRest
312 × locker (einer davon länger)
412 × locker + 1 langer Lauf
51–2übrige Einheiten locker

Untersuchungen zur Intensitätsverteilung bei Ausdauersportlern beschreiben, dass der Großteil des Trainings locker und nur ein kleiner Anteil hart stattfindet (Seiler, 2010). Die lockeren Einheiten erklärt Zone-2-Training.

Typische Fehler

  1. Erste Intervalle zu schnell – das letzte sollte genauso schnell sein wie das erste.
  2. Zu viele harte Einheiten – Ermüdung und Verletzungsrisiko steigen.
  3. Ohne Einlaufen – mindestens 10–15 Minuten locker plus ein paar Steigerungen.
  4. Pausen im Stehen – lockeres Traben hält den Kreislauf in Gang.

Verletzungen vorbeugen

Eine systematische Übersicht fand, dass Krafttraining das Risiko für Sportverletzungen deutlich senken kann, während Dehnen allein kaum schützte (Lauersen et al., 2014). Zwei kurze Krafteinheiten pro Woche (Kniebeugen, Ausfallschritte, Wadenheben, Rumpf) gehören in jeden Laufplan.

Häufige Fragen

Intervalle auf dem Laufband?

Ja. 1 % Steigung gleicht den fehlenden Luftwiderstand ungefähr aus.

Wie oft pro Woche?

Für Freizeitläufer reicht eine Intervalleinheit pro Woche, vor Wettkämpfen gelegentlich zwei.

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